Ausstellung „Experimentelle Fotografie“
Mit viel Unterstützung vom Schwarzen Adler und besonders von Frau Ingrid-Lohmann-Küppers haben wir die Gelegenheit bekommen, 33 Bilder unserer Serie „Experimentelle Fotografie“ bis zum 13. September in der Kunst- und Kulturgaststätte „Schwarzer Adler“ in Rheinberg-Vierbaum ausstellen zu dürfen.
Bernd Eisenblätter am Bass und Stefan Nern an der Gitarre von der Formation **acoustic picnic**, haben mit Musik zwischen Folk und Jazz, mit eigenen Stücken und Covermusik die Vernissage begleitet.
Das Thema der Ausstellung hier ist die experimentelle Fotografie.
Sie ist ein Teilbereich der künstlerischen Fotografie, bei dem bewusst von der dokumentarischen, objektiven und unverfälschten Realitätsabbildung abgewichen wird.
Als Gründungsphase der experimentellen Fotografie gilt das frühe 20. Jahrhundert:
Zwischen 1910 und 1920 experimentierten Künstler wie Man Ray kameralos
(die sogenannten „Rayogramme“). Sie legten Objekte direkt auf lichtempfindliches Papier und belichteten es so.
In den 1920er Jahren im Dadaismus und Surrealismus nutzten Künstler die Fotomontage und -collage.
Unter der Bezeichnung „Neue Vision“ in den 1930er Jahren experimentierten Fotografen mit extremen Perspektiven (zum Beispiel Vogel- oder Froschperspektive), mit maximalen Kontrasten, Doppelbelichtungen und Verzerrungen.
Ab Mitte des 20. Jahrhunderts manipulierte man die Bildentwicklung im Fotolabor (z. B. Solarisation, Sabattier-Effekte)
In den 1990er Jahren erweiterten digitale Bildbearbeitungsprogrammen (z. B. Adobe Photoshop) das experimentelle Feld. Sie ersetzten teilweise die Dunkelkammer und ermöglichten komplexe digitale Collagen, Klonierungen und Verfremdungen.
Im Fokus heute stehen kreative, oft unkonventionelle Methoden wie Mehrfachbelichtungen, bewusste Verwacklungen, extreme Belichtungszeiten, Lichtmalerei oder bewusste Manipulationen und Verfremdung in der digitalen Nachbearbeitung am Computer bis hin zu Verfremdung im Labor durch Hitze und Chemikalien.
Auch mechanische, oft selbst gebaute Versuchsanordnungen, Kameras und modifizierte Objektive werden für Effekte genutzt. Im Analogbereich arbeitet man auch mit abgelaufenen Filmen und altem Fotopapier.
Es geht uns, den Fotografen, um das Neue, das Unerwartete, das Überraschende.
Es sollen visuelle Erfahrungen geschaffen werden, die Raum lassen für Gedanken und Interpretationen. Die Richterskala ist nach oben offen:
Von analog, abstrakt bis absurd, von konventionell bis visionär kann das Spektrum reichen.
ALSO: Alles das werden Sie hier auf den 33 Bildern von 10 Fotografen mehr oder weniger wiederfinden. Ansonsten: Lassen Sie bitte Ihren Gedanken und Emotionen freien Lauf!
Wein muss schmecken und Kunst muss gefallen. Alles das haben und finden Sie hier im schwarzen Adler, sowohl den Wein als auch die Kunst.